electrical Vestibular Implant Tyrol Austria

Forschung und Entwicklung sind Teil unseres Mindsets und deshalb freut es uns besonders, wenn wir an Forschungsvorhaben mitarbeiten und einen konkreten Zusatznutzen generieren können. Ein konkretes Beispiel dafür ist das Projekt eVITA (electrical Vestibular Implant Tyrol Austria) – die Entwicklung eines vestibulären Implantates.

Eine Störung des Gleichgewichtsorgans, auch genannt Vestibularorgan, führt zu Problemen im Bewegungsablauf und der visuellen Wahrnehmung. Die Folge ist Schwindel mit Übelkeit und Erbrechen, auch das Sehen ist stark beeinträchtigt. Die mit dem Auge aufgefangenen Informationen können vom Gehirn nicht mehr richtig verarbeitet werden, wenn die Informationen des Gleichgewichtssinnes für die Bildstabilisierung fehlen. Das verursacht eine erhöhte Sturzgefahr und eine massive Einschränkung der Lebensqualität. 500.000 Menschen in Europa und den USA sind davon betroffen. Abhilfe soll eine biotechnische Prothese schaffen, die das angegriffene Sinnesorgan ersetzt. Die Nervenzellen des Gleichgewichtsorgans werden über elektrische Impulse gezielt stimuliert, um den Ausfall der Sinneszellen zu kompensieren. Dieses Ziel kann nur interdisziplinär erreicht werden durch Kombination der entsprechenden Kompetenzen in den Bereichen der biomedizinischen Informatik, Mikroanatomie und Physiologie des Innenohres, sowie der innovativen Professionalität verlässlicher Fertigungsexperten. Projektpartner von eVITA sind die Universitätsklinik Innsbruck, die UMIT TIROL mit dem Institut für Biomedizinische Bildanalyse (IBIA), die Innsbrucker MED-EL GmbH, ihres Zeichens weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Hörimplantate, die Sistro Präzisionsmechanik GmbH als Experte für die Fertigung medizinischer Produkte im µ-Bereich, sowie die Firma LaiTronic GmbH für die Entwicklung eines Motion-Capture Systems.

Dieses ambitionierte und ebenso wichtige Projekt wurde vom Land Tirol im Rahmen des K-Regio Programms gefördert, kofinanziert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).